Schweiz: 2020 ist Rekordjahr bei Firmenneugründungen

Oberarth SZ Über 45000 Unternehmen wurden 2020 neu in das Schweizer Handelsregister eingetragen. Dies entspricht fast + 5%. Damit steht fest: 2020 ist ein Rekordjahr bei den Firmenneugründungen und toppt damit nochmals das bisherige Rekordjahr 2019. Das erste Jahr der Corona-Krise war ein Stresstest für die Schweizer Wirtschaft, den sie mit Bravour gemeistert hat. Punktsieger bei den Neugründungen ist die Zentralschweiz, die wie die gesamte Deutschschweiz, im Vergleich zur Romandie und zum Tessin bisher weit weniger hart von der Corona-Krise getroffen wurde. Wer befürchtet hatte, die Corona-Krise könnte Neuunternehmer und ausländische Unternehmensgründer von Neugründungen in der Schweiz abhalten, ist eines Besseren belehrt worden. Das Gegenteil war der Fall.

International tätige Neuunternehmen profitieren vom stabilen politischen Umfeld der Schweiz, der Landeswährung (CHF), die sich gegenüber dem Dollar und dem EUR kaum bewegt und natürlich von den, verglichen mit den Nachbarländern, im Durchschnitt 50% geringeren Unternehmenssteuern. Bewährte Partner für eine fundierte Beratung zur Projektplanung und die Neugründung sind erfahrene Boutiquen für Standortentwicklung wie Oskar Loewe in Oberarth im Kanton Schwyz www.oskar-loewe.ch.

Digitalisierung, Gesundheitsbranche, Stabilität und Steuern sind die Treiber

Hinter der erfreulichen Wirtschaftsentwicklung im Inland steckt vor allem die Digitalisierung als Treiber. Dienstleister für die Realisierung von E-Learning, Security, Compliance, Nachhaltigkeit und Webshops (für Güter des täglichen Bedarfs) sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Besonders kleine Unternehmen arbeiten oft ausgesprochen erfolgreich und weichen den grossen Beratungshäuern und Handelsgiganten aus, in dem sie in ihrer Nische ein breiteres Angebot schneller und günstiger liefern. Die Corona-Krise hat spätestens jetzt jedem vor Augen geführt, dass es gerade im Handel ohne Online-Verkaufskanal nicht geht. Und auch um diesen Kanal aufzubauen oder zu erweitern braucht es Spezialisten.

Zentralschweiz hat die Nase vorn

Vor allem die Zentralschweiz mit ihren tiefen Steuern und höchster Lebensqualität präsentiert sich als Gewinner bei den Unternehmensgründungen (+ 9% auf über 6'000 Neueintragungen), gefolgt von der Nordostschweiz (+ 8% auf über 9500 Neueintragungen). Die Ostschweiz und Zürich zeigen einen Zuwachs von je 6 Prozent auf über 5'200 bzw. über 7700 Neueintragungen. Im von Corona stark betroffenen Tessin allerdings fordert die Krise ihren Tribut. Hier sinkt die Zahl der Neueinträge um 10 Prozent, in der Romandie stagniert sie ebenfalls. Gewinnerin Zentralschweiz hatte sich schon während und nach der Internationalen Finanzkrise 2010 als besonders robust erwiesen und als einziger von sieben Schweizer Wirtschaftszentren keine Rückgänge bei den Neugründungen gezeigt.

Konkurse

Der Blick auf die Konkurse, zeigt schweizweit mit knapp über 3500 Konkursen bis Ende November 2020, angesichts des schwierigen Umfelds, ein passables Bild.

Wirtschaftslage Schweiz

Das BIP der Schweiz wuchs im 3. Quartal 2020 um 7,2%, nachdem es im ersten Halbjahr um kumuliert 8,6% zurückgegangen war. Die Binnennachfrage und Teile des Dienstleistungssektors erholten sich deutlich. Im gerade beendeten 4. Quartal dürfte die Wirtschaftserholung weiter fortschreiten. Ein veritabler Konjunktureinbruch ist desshalb nicht zu erwarten.

Konjunkturprognose

Durch die Wirtschaftserholung des 3. Quartals 2020 und die fortlaufende Erholung rechnen die sechs führenden Player in der Schweizer Konjunkturforschung für 2021 einen deutlichen Anstieg des BIP gegenüber dem Vorjahr 2020. Sofern sich auch die epidemiologische Lage entspannt, sollte das Wachstum im weiteren Verlauf von 2021 zusätzlich anziehen. Doch es bleiben grosse Unsicherheiten. Diese können sich ergeben durch neue Mutationen des Virus in Europa und mögliche Verschlechterungen des Wirtschaftsumfeldes in den Nachbarländern der Schweiz. International tätige Schweizer Unternehmen, die dazu wichtige Teile ihrer Kostenblöcke ausserhalb der Schweiz haben, sind davon viel weniger bis garnicht betroffen.

Prognosen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Schweiz 2020/2021 (gegenüber den Vorjahren)

  • Credit Suisse: -4% (2020), 3,5% (2021)
  • Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): -5% (2020), 4,9% (2021)
  • Raiffeisen: -5% (2020), 4,3% (2021)
  • Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF): -5,1% (2020), 4,3% (2021)
  • Zürcher Kantonalbank (ZKB), -5% (2020), 3,5% (2021)
  • Economiesuisse -5,4% (2020), 4,1% (2021))

Quelle: Statista

Weltwirtschaft

Mit der Lockerung der Corona-Massnahmen resultierten im 3. Quartal 2020 in vielen Ländern historische Anstiege des BIP, ausgehend von den sehr tiefen Ständen des Vorquartals. Im Verlauf des Herbst 2020 verschlechterte sich die epidemiologische Lage vielerorts, sodass die Corona-Massnahmen verschärft wurden. Das lastet auch auf der Wirtschaftsentwicklung.

Neuer wöchentlicher Index

Um den Wirtschaftsverlauf zeitnah verfolgen zu können, veröffentlicht das Seco neu einen Index zur wöchentlichen Wirtschaftsaktivität (WWA) der Schweiz. Der WWA zeigt: Obwohl sich die epidemiologische Lage im Oktober stark verschlechterte, ist kein Wirtschaftseinbruch erfolgt.

Über Oskar Loewe

Als selbstständiger Unternehmensberater mit Sitz in der steuergünstigen Zentralschweiz berate und begleite ich seit 2001 Unternehmer der Technologie- und Dienstleistungsbranchen bei der Standortentwicklung Schweiz. Dies beginnend mit der Beratung zum Standortentscheid, über die Projektierung der Neugründung oder Expansion, bis hin zu einem rentablen Betrieb (und darüber hinaus). Weiteres Angebot: Treuhanddienstleistungen, Firmengründungen, Buchhaltungen und Steuererklärungen gemäss Schweizer Steuerrecht sowie Personalberatung und Administration. Regionalen Regierungen biete ich innovative Konzepte und Entscheiderontakte zur erfolgreichen Investment-Promotion von Industrie- und High-Tech Parks oder Branchenclustern. Auch suche ich im Kundenauftrag gut geführte Unternehmen zur Übernahme und begleite die gesamte Transaktion bis zum erfolgreichen Abschluss. Neben meiner unternehmerischen Tätigkeit war ich seit 2009 für bekannte Unternehmerverbände tätig. Zuletzt von 2015-2019 als Vorstand bei Deutscher Arbeitgeber Verband e.V..

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